Die Anforderungen bei diesem Bewerb sind hoch. Umfangreiches theoretisches Wissen ist ebenso gefragt wie genaue Kenntnisse im Umgang mit Strahlenschutz-Messgeräten oder das Verhalten in Strahlenbereichen. Das Überprüfen von speziellen Transportbehältern und das Feststellen einer radioaktiven Verunreinigung sind weitere Prüfungskriterien. Um bei Schadens- und Katastrophenfällen mit radioaktiven Stoffen wirkungsvoll tätig zu werden, wurde eine einheitliche Ausbildung für Einsatzkräfte geschaffen. Teil dieser Ausbildung ist das erfolgreiche Absolvieren des Strahlenschutz Leistungsabzeichens in Bronze, welches wesentlich über die Grundausbildung im Strahlenschutz der Einsatzorganisationen hinausgeht.
Im Bereich des Strahlenschutzes arbeiten die Einsatzorganisationen bereits seit Jahrzehnten zusammen, sodass bei Eintreten eines Ernstfalles gemeinsam reagiert wird und alle Strahlenschutzeinheiten dieselbe Sprache sprechen. Durch die aktuelle Lage und Ereignisse in der jüngeren Vergangenheit (Nuklearkatastrophe von Fukushima) rückt die Gefahr, die von Strahlung ausgehen kann, wieder in den Fokus. Nach dem Strahlenschutzfortbildungslehrgang findet anschließend der Strahlenschutz Leistungsbewerb in Silber statt. Das Absolvieren des Strahlenschutzleistungsabzeichen in Silber ist wichtiger Bestandteil einer einheitlichen Ausbildung der Einsatzkräfte, um bei Schadens- und Katastrophenfällen mit radioaktiven Stoffen wirkungsvoll tätig zu werden und geht wesentlich über die Grundausbildung hinaus. Dieser Einzelbewerb gliedert sich in 5 Stationen.
Leitung eines Einsatzes bei oder nach einem Unfall, insbesondere Brand in einem Radionuklidlabor (Isotopenlabor).
Einsatz und Führung von Strahlenspürtrupps nach Absturz eines nuklear betriebenen Satelliten
Maßnahmen nach einem Transportunfall mit radioaktiven Stoffen
Strahlenmessungen und Umrechnung von Messwerten nach einem Nuklearunfall
12 Fragen zu Themen aus dem Strahlen- und Katastrophenschutz
Beim Bewerb war nicht nur ein umfangreiches theoretisches Wissen gefragt, sondern auch der genau Umgang und die dementsprechenden Kenntnisse mit den Geräten.
Früher wurden beide Bewerbe im Forschungszentrum Seibersdorf abgehalten. Heute kann der Bewerb auch in der Landesfeuerwehrschule Salzburg unter der Patronanz der Seibersdorf Labor GmbH stattfinden.