Um 19:30 Uhr wurde eine groß angelegte Übung mit dem Szenario „Brand eines landwirtschaftlichen Objekts“ durchgeführt. Angenommen wurde ein Brand in einer Tischlerei im unteren Gebäudebereich, bei dem mehrere Personen als vermisst galten.
Die Kräfte unseres RLF-1 übernahmen die Menschenrettung von insgesamt fünf Personen sowie die Riegelstellung zum Schutz des Dachstuhls des brennenden Gebäudes. Atemschutztrupps von unserem RLF-2 und vom Tank St. Johann unterstützten die Menschenrettung und Brandbekämpfung im Gebäude.
Insgesamt galten acht Personen als vermisst, die im Zuge der Übung erfolgreich gerettet werden konnten. Eine besondere Herausforderung stellte die angenommene Brandausbreitung auf eine angrenzende Kfz-Werkstatt sowie ein oberhalb gelegenes Gebäude dar. Durch das gute Zusammenspiel der Atemschutztrupps, des Außenangriffs und der Riegelstellung konnte eine weitere Brandausbreitung verhindert werden.
Die Wasserversorgung wurde über eine rund 45 B-Längen lange Zubringerleitung sowie einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen aus Bischofshofen, Werfen und St. Johann sichergestellt. Das GTLF diente mit einem 15.000-Liter-Faltbehälter als Wasserpuffer. Zusätzlich wurde am Gainfeldbach eine Saugstelle durch unsere Pumpe eingerichtet und eine Relaisleitung gemeinsam mit der Mannschaft aus unserem Last 2 aufgebaut. Mit rund 800 l/min und dem hervorragend abgestimmten Pendelverkehr konnte die Wasserversorgung sichergestellt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Koordination des Atemschutzsammelplatzes sowie dem Zusammenspiel der eingesetzten Feuerwehren und Fahrzeuge.
Ein großes Dankeschön gilt der Familie Schnitzhofer sowie der Freiwillige Feuerwehr St. Johann im Pongau und der Freiwillige Feuerwehr Werfen für die hervorragende Zusammenarbeit.
Nach rund 1,5 h konnte das Übungsziel erreicht werden. Insgesamt waren 43 Kräfte aus Bischofshofen, mit KDO, RLF-1 und 2, Tank 1, GTLF, Last 2, Atemschutz Pongau und Pumpe, Werfen, mit Tank 4000, und St. Johann, ebenfalls mit einem Tank 4000 beteiligt.

