Ausbildung in der Feuerwehr

 

Die Ausbildung der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr ist essentiell für ein rasches und richtiges Verhalten im Einsatzfall. Ein(e) Feuerwehrmann/frau muss unter Anderem Gefahrensituationen abschätzen können, die Verhaltensregeln kennen, wissen wo sich welche Geräte/Werkzeuge in den jeweiligen Fahrzeugen befinden und mit diesen auch hantieren können. Des Weiteren soll ein Mitglied Kenntnisse über die Entstehung und Arten von Bränden und den verschiedensten Techniken zur Brandbekämpfung haben, sowie über giftige Stoffe, Strahlen, den Funkverkehr, Handhaben der Armaturen für den Löschangriff vom Wasserbezug bis zum Strahlrohr und vieles mehr.

Ziel der Ausbildung ist es also, den Stand von Wissen und Können der Feuerwehrmitglieder zu erhalten, bzw. an neue Erkenntnisse und neu erworbene Geräte anzupassen.

Die Ausbildung erfolgt in vier Schritten:

  • Ausbildung an der Landesfeuerwehrschule
  • 26 regelmäßige Übungen pro Jahr
  • Sonderausbildungen
  • Teilnahme an Bewerben

Ausbildung an der Landesfeuerwehrschule:

Die Mitglieder der Feuerwehr haben die Möglichkeit pro Jahr an zwei Kursen der Landesfeuerwehrschule in Salzburg teilzunehmen. Beginnend mit dem Grundausbildungslehrgang können weitere Aus- und Weiterbildungskurse, wie zum Beispiel Atemschutz-, Funk-, Maschinisten- und Gruppenkommandatenlehrgang erfolgen. Weitere Informationen über die Feuerwehrschule und die Ausbildung können Sie hier finden.

26 regelmäßige Übungen pro Jahr:

Eine effektive Hilfeleistung kann nur in einem gut eingespielten Team erfolgen. Deshalb ist es notwendig, im Team regelmäßige Übungen mit einem realistischen Szenario durchzuführen. Die Übungen erfolgen alle 14 Tage und dienen zur Aneignung und Auffrischung von Kenntnissen und Wissen, um bestens für den Ernstfall gewappnet zu sein. Dabei wird anhand von Szenarien unter Anderem der Umgang mit den Geräten/Werkzeugen geübt, das Retten von Menschen in Gefahrensituationen, das Handhaben der Armaturen für den Löschangriff vom Wasserbezug bis zum Strahlrohr, der Umgang mit Bergeschere und –spreizer und vieles mehr.

Im Bereich Brandschutz wird immer wieder an Objekte aus der Gemeinde geübt, um sich entsprechende Kenntnisse über das Objekt und allfällige besondere Gefahren zu erwerben. Zudem wird fallweise die "Wasserförderung über lange Wegstrecken" geübt. Dabei werden neben dem praktischen Übungserfolg der Festigung erlernter Handgriffe und Techniken auch Erkenntnisse zur Wasserversorgung der Übungsobjekte gewonnen.

Leiterübungen sind sowohl für den Brandeinsatz wie für die Technische Hilfeleistung von Bedeutung.

Für die Technische Hilfeleistung werden Rettungsmaßnahmen nach Verkehrsunfällen, insbesondere die Befreiung von Personen mit Hilfe des Hydraulischen Rettungsgerätes ("Bergeschere"), sowie Rettung von Personen aus Höhen und Tiefen geübt. Dazu kommt das Training für die Handhabung diverser Spezialwerkzeuge.

In den Wintermonaten liegt der Schwerpunkt auf theoretischer Weiterbildung wie Einsatztaktik, Brand- und Löschlehre, Hydrantennetz, Neuigkeiten aus dem Fahrzeugbau (Airbags, Gurtstraffer, Elektroantriebe usw. - wichtig für den gefahrlosen Einsatz nach Verkehrsunfällen) und der Weiterbildung und Wiederholung in Erster Hilfe.

 

Sonderübungen:

Bei Bedarf erfolgen auch zusätzliche Ausbildungen durch Kameraden. So bekommen zum Beispiel neue Mitglieder eine Grundausbildung innerhalb der Feuerwehr, ehe sie den Grundausbildungslehrgang an der Landesfeuerwehrschule besuchen. Diese interne Grundausbildung umfasst unter Anderem folgende Themen: Brand-, Lösch- und Gefahrenlehre, Atem- und Körperschutz, Unfallverhütung und Erste Hilfe, Technischer Einsatz, Nachrichtendienst und grundlegende Einsatztaktik. Des Weiteren schult der Fahrmeister die berechtigten Mitglieder für die Handhabung und Nutzung der Fahrzeuge.


 

Teilnahme an Bewerben:

Bei Bewerben, wie zum Beispiel der Leistungsbewerb oder der Technische Bewerb, muss im Team eine bestimmte Tätigkeit, in möglichst kurzer Zeit mit so wenigen Fehlern wie möglich, ausgeführt werden. Diese Tätigkeiten werden häufig im Einsatzfall benötigt. Daher ist es wichtig, im Team zu üben. Die Teilnahme an diversen Bewerben ist eine gute Motivation, die Arbeitsschritte und Vorgänge zu üben und zu optimieren.